Warum regelmäßig warten?

Messungen an einer Kleinkläranlage
Messungen an einer Kleinkläranlage
Mit einer professionellen Wartung bleibt die Reinigungsleistung und auch die Lebensdauer hoch. Zudem ist es gesetztlich vorgegeben, Klein-Kläranlagen regelmäßig zu überprüfen. In einigen Bundesländern muss ein Wartungsvertrag mit einem Fachbetrieb vereinbart werden.

Wie häufig Warten?

Je nach Anlagentyp oder der Art der Zulassung wird eine Hauskläranlage in unterschiedlichen Abständen gewartet. Genauere Angaben sollten in Ihren Unterlagen zum „Betrieb einer Kleinkläranlage“ auffindbar sein. Ansonsten gibt Ihnen die „Untere Wasserbehörde“ in Ihrem Bundesland Auskunft.

Kann ich auch selbst warten?

Die Bundesländer haben diesbezüglich unterschiedliche Vorgaben. In vielen Bundesländern kann man die mechanischen Wartungsarbeiten selbst vornehmen. Lediglich die Proben-Entnahme und Auswertung muss dann durch eine Wartungsfirma erfolgen.

Welche Tätigkeiten bietet ein professioneller Wartungsdienst an?

Professionelle Wartungsdienste kennen sich mit unterschiedlichen Anlagen-Typen aus. Es wird überprüft, ob alles ohne Probleme läuft, beispielsweise mittels Dichtigkeits-Prüfung und weiterer Prüf-Methoden. Es werden die ganze Kläranlage sowie die verschiedenen Teile auf ihren physischen Zustand überprüft. Sie bieten eine fachmännische Reinigung der Kläranlage an. Wichtig ist auch das Protokollieren der Wartung in einem entsprechenden Wartungsprotokoll. Natürlich ist ein gutes Wartungsunternehmen ein verständiger Partner, wenn es Fragen und Probleme gibt.

Welche Wartungsfirma kann mir helfen?

In den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Thürigen ist der Wartungsservice Lauterbach aktiv. Die Wartungsfirma hilft bei dringenden Problemen und ist ein kompetenter Partner für die regelmäßige Wartung.

So funktioniert Ihre Kleinkläranlage am Besten

Das Waschmittelangebot ist riesig, aber nicht unbedingt KKA-geeignet (Bild: Tamaki Sono cc-by-2-0)
Das Waschmittelangebot ist riesig, aber nicht unbedingt KKA-geeignet (Bild: Tamaki Sono cc-by-2.0)

Schmutzwässer, die nicht kanalisiert werden können, müssen mittels einer Hauskläranlage geklärt werden. Als Abwässer zählen das Abspülwasser, das Waschmaschinenwasser, das Dusch- und Bade-Abwasser sowie Klo-Spülungs-Wasser. KKA’s sind dafür ausgelegt, Schmutzwasser von natürlichen Substanzen wie Schweiß, kleine Mengen von Lebensmittelresten und Verdauungsendprodukte zuverlässig zu reinigen. Die vollbiologische Klein-Kläranlage reinigt Abwasser allein mittels Kleinlebewesen und Mikroorganismen und nicht mit technischen Mitteln.

So steigern Sie die Leistung einer Klein-Kläranlage:

  • Vermeiden Sie eine Belastung der Hauskläranlage durch Desinfektionsmittel und Speiseöl
  • Sperrige und feste Gegenstände (wie Speisereste, Tampons und Binden, Zigarettenstummel etc.) haben im Abwasser nichts verloren
  • Schütten Sie nie Chemikalien wie Farben, Lacke, Altöl, Lösungsmittel etc. ins Abwasser
  • Verwenden Sie weitgehend biologisch abbaubare Mittel
  • Verzichten Sie auf Weichspüler, Toiletten-Duftsteine, manche Bad-Reiniger
  • Seien Sie sparsam beim Benutzen von Reinigungs- und Waschmitteln

Auf bewährte Haushaltsmittel setzen

Zur Hausreinigung: Statt abwasserbelastende Haushaltsmittel zu verwenden, bietet es sich an, auf altbewährte Mittel wie Zitronensaft, Essig und Gallseife zuzugreifen. Besorgen Sie nur solche Reiniger, die großteils biologisch abbaubar und frei von künstlichen Duft- und Konservierungsstoffen sind.
Für die Klo-Reinigung: So genannte WC-Duftsteine geben bei jeder Spülung Duft- und andere Stoffe ab – eine Belastung für Ihre Kläranlage. Kalk und Urinstein lassen sich mithilfe von Säure (Zitronensäure oder Essig) beseitigen. Geeignete WC-Mittel basieren auf Essig oder Zitronensäure.
Weiche Kleidung: Statt mit Weichspüler wird Wäsche auch durch Bügeln oder beim Waschen mit weichem (Regen-)Wasser flauschig.

PS: Alle Angaben ohne Gewährleistung.